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Die Sachlichkeit der Industrie-Architektur sollte nicht mit Neutralität, ja Profillosikeit
gleichgesetzt werden. Die Symbiose von Industrie-Architektur und Corporate-Identity hat eine
zunehmende Bedeutung für eine aktive Unternehmenskultur. Diese so bezeichnete
Identity-Architektur steht für die Umwandlung von Unternehmensgeist in gestalteten Raum.
Freianlagen haben dabei eine ganz massgebliche Bedeutung bei der Festlegung der Sprache der
Architektur, deren Vokabel neben der Form auch Licht, Farben, Materialien oder auch Kunst sind,
um nur einige zu nennen. Gerd Gerken beschreibt 1992 zum ersten Mal wie die kreative Brillianz
von Identity-Architektur gesteigert werden kann durch die Prägnanz eines Briefings *.
Deshalb ist es wichtig, vor dem ersten Vorentwurf eine Fase einzuschalten, zur Entwicklung
der eigenen Kultur:
- Wie ist unsere Kultur
- Wie soll unsere Kultur in Zukunft sein
- Was soll unsere Kultur bewirken
Für diese Fragen sind drei Gesichtspunkte massgeblich:
Ihr (Repräsentation, Arbeitsgebiet u.s.w.)
Wir (Soziales, Familie, Gesellschaft u.s.w.)
Ich (Individuum, Arbeitsplatz, Ruhe u.s.w.)
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Diese Planung der Planung zu erstellen ist eine der wichtigsten Aufgaben für den
Bauherrn vor dem Vorentwurf. Der Planungsvorgang kann in drei Schritte gegliedert werden:
1. Findung der zentralen Metapher
2. Festlegung der Sollwerte
3. Zuordnung zu den einzelnen Zonen
Dieser Prozess verhindert, dass auf unzulänglicher Informationsbasis erste
Vorentscheidungen gefällt und unbewusste Präferenzen geformt werden. Der zweite Teil ist
dann sozusagen die Antwort auf diese Zielvorgaben. Das ist die Festlegung der Sprache
der Architektur:
- Form
- Material
- Farben
- Licht
- Möblierung
- Kunst
- Klang
- Informationssysteme
* Gerd Gerken in "Mehr Produktivität durch gute Räume", herausgegeben von
Gunther A. Luedecke 1992.
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